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Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen stellen uns in der Arbeitswelt vor neue Herausforderungen. Viele von uns verbringen diese Tage im Homeoffice und müssen lernen, sich neu zu organisieren. Virtuelles Coworking bietet eine tolle Möglichkeit, mit den Kollegen in Kontakt zu bleiben und den Arbeitsalltag zu Hause besser zu strukturieren.

 

Was ist virtiuelles Coworking?

Virtuelles Coworking könnte man als Online-Großraumbüro bezeichnen. Alle Teilnehmenden treffen sich auf einer Online-Konferenzplattform und verbinden ihr Homeoffice per Ton und Bild. Alle sehen einander und können per Webcam miteinander sprechen. Das klingt erst mal ziemlich laut und wild. Mit klar definierten Regeln können alle konzentriert und effizient arbeiten. Das Mikrofon wird in den Arbeitsphasen abgeschaltet, um niemanden zu stören, nur die Webcam läuft weiter. Es werden Zeiten für Pausen vereinbart. Hier schalten alle ihr Mikrofon wieder ein und es wird munter geplaudert.

 

Vorteile

Virtuelles Coworking ist deutlich effektiver als normales Homeoffice. Durch die Webcam-Verbindung sind Sie unter „Beobachtung“ und weniger anfällig, sich von anderen Tätigkeiten im Haushalt ablenken zu lassen. Außerdem setzen Sie sich zu festen Zeiten an den Schreibtisch und schieben die Arbeit nicht unnötig auf.

Virtuelles Coworking hilft auch gegen die soziale Vereinsamung im Homeoffice. Sie bleiben mit Ihrem Team verbunden und haben in den Pausen die Möglichkeit zum Austausch. Dies ist gerade im Moment sehr wichtig.

Mit virtuellem Coworking funktioniert die Abgrenzung zwischen Arbeit und Familienleben besser. Zur Zeit sitzen wir zu Hause alle dicht aufeinander. Wir werden ständig abgelenkt von Fragen und Anliegen anderer Familienmitglieder. Arbeiten Sie im virtuellen Coworking, ist die Hemmschwelle Sie zu stören höher. Gerade ältere Kinder und Partner haben dann mehr Respekt.

Des Weiteren lernen Sie eine neue Art der Zusammenarbeit kennen, die auch nach Corona neue Arbeitsmöglichkeiten eröffnet. Eine Mischung aus Präsenzmeetings und virtuellem Homeoffice reduziert Arbeitswege, Stress im Stau und eröffnet vielen qualifizierten Müttern neue Arbeitschancen.

 

 

Herausforderungen

Nicht jeder mag es, wenn er beim Arbeiten über die Webcam beobachtet wird. Außerdem besteht die Gefahr, dass das virtuelle Coworking missbraucht wird, um Mitarbeitende bei der Arbeit zu Hause zu überwachen. Gestalten Sie das virtuelle Coworking freiwillig. Stellen Sie Ihren Mitarbeitenden einen virtuellen Coworkingraum zur Verfügung, indem sie sich zum Arbeiten treffen und die Vorteile des Coworkings ausprobieren können.

 

Fünf Tipps für ein gelungens virtuelles Coworking

1. Machen Sie sich mit der Technik vertraut. Auf Youtube gibt es zahlreiche Informationsvideos, die einen schnellen Überblick über die Funktionalitäten der verschiedenen Videokonferenztools geben.

2. Vereinbaren Sie Regeln der Zusammenarbeit. Wann wird das Mikrofon stumm gestaltet? Zu welchen Zeiten und wie lange, finden virtuelle Kaffeepausen statt? Darf über den Chat auch zwischen den Pausen kommuniziert werden?

3. Achten Sie die Umgebung in der Sie zu Hause arbeiten. Seien Sie sich bewusst, dass Kollegen ganz neue Einblicke in Ihr Privatleben bekommen. Räumen Sie das Zimmer, in dem Sie arbeiten, auf, wenn Sie nicht möchten, dass alle sehen, welches Chaos bei Ihnen gerade herrscht.

4. Sorgen Sie dafür, dass Familienmitglieder Ihre virtuellen Coworkingzeiten respektieren und Sie nicht ständig stören. Sie erhöhen damit Ihre Effizienz im Homeoffice und finden eine gesunde Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben.

5. Achten Sie, wenn möglich auf eine stabile Internetverbindung. Im Moment ist das Homenetz häufig durch viele Familienmitglieder belastet. Bitten Sie Ihre Lieben in Ihrer Coworkingzeit auf Netflix und Co zu verzichten, wenn dadurch Ihre Videoqualität gestört wird.